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  •  Zahlen und Fakten

Im Jahr 2005 wurden rund 250.000t Kakao nach Deutschland importiert, während weltweit ca. 3.400.000t Kakao produziert wurde, davon etwa 70% in Afrika. Das stärkste Produktionsland ist die Elfenbeinküste mit ca. 1,3 Mio. t, der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Kakaobohnen ist dort 0,5kg. In Europa, wo kein Kakao wächst, ist der Pro-Kopf-Verbrauch deutlich höher. Deutschland ist mit 3,5kg nach Belgien (5,7kg), der Schweiz (4,5kg), Frankreich (3,8kg) und England (3,7kg) weltweit an 5ter Stelle.

Im Jahr 2003 wurden insgesamt 206.400t Rohkakao (über die Hälfte aus der Elfenbeinküste) nach Deutschland importiert, davon 343t aus Fairem Handel, das sind etwa 0,17%. In den Jahren davor war es ähnlich, für die Jahre danach liegen uns für Fair Trade keine Zahlen vor.

Im Jahr 2002 haben 42.000 Kakao-Farmer, die sich in Ghana, Kamerun, Belize, Bolivien, Costa Rica, Ecuador, Nikaragua und der Dominikanischen Republik zu Kooperativen zusammen-geschlossen haben, rund 45.000t Kakao für den Fairen Handel produziert. Doch wegen zu geringer Nachfrage in den Industrieländern — also hier bei uns — haben sie nur 1.500t  zu Fair Trade-Preisen verkauft — den Rest zu den normalen Preisen des Weltmarktes.

Das Fazit ist, Kakao wird vorwiegend dort konsumiert, wo er gar nicht wächst. Allein in der EU und den USA zusammen werden ca. 60% konsumiert. In Afrika, wo ca. 70% des Kakaos produziert wird, beträgt der Anteil am Konsum etwa 13%. Auf Fairen Handel achtet man kaum. Nur ganz wenige Afrikaner sind also in der Lage, überhaupt Schokolade zu essen, obwohl es ohne sie viel weniger gäbe.

Allerdings haben viele Kakaobauern in Entwicklungsländern (nicht nur in Afrika) deutlich größere Probleme, als den Geschmack von Schokolade nicht zu kennen. Diese Probleme werden sich nicht ändern, solange wir nicht bereit sind, Preise für Produkte zu bezahlen, die sie wirklich kosten. Ebenso ist es nicht notwendig Unmengen in Werbung zu investieren. Es ist offensichtlich die Aufgabe der Konsumenten, also unsere, die Konzerne zu ihrer Verantwortung zu ermahnen. 

Quellen: www.icco.org, www.fao.org, www.kakaoverein.de, www.bdsi.de und www.eco-world.de

 
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